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Kanton Bern

Ausgangssperre in Studen? Gemeinde will unter 14-Jährige nach Hause holen

Studen will Ausgang für 14-Jährige verbieten

Vandalismus
Sind die Jugendlichen in Studen ausser Rand und Band? Nächste Woche entscheidet die Gemeinde, ob unter 14-Jährige nach 22 Uhr nicht mehr alleine im öffentlichen Raum sein dürfen.
Publiziert am Fr 7. Juni 2024 10:39 Uhr

Umstritten scheint das Verbot in der Seeländer Gemeinde nicht zu sein. Gegenüber der «Berner Zeitung» befürworten SVP, FDP und auch die SP die Ausgangssperre. Gründe für das Verbot seien Littering, Lärm und Vandalismus.

Kein Ausgang zwischen 22 und 6 Uhr

Der SVP-Politiker Tamas Fülöp spricht gar von einem «gesellschaftlichen Problem». Der parteilose Gemeindepräsident Heinz Lanz sagt gegenüber den Tamedia-Zeitungen, dass man damit den Druck auf gewisse Eltern erhöhen wolle, «damit sich diese besser um ihre Kinder kümmern».

Die Ausgangssperre wird an der Gemeindeversammlung am Montag, 10. Juni, behandelt. Künftig dürften unter 14-Jährige sich nicht mehr zwischen 22 und 6 Uhr ohne Begleitung eines Sorgeberechtigten aufhalten.

Student plant «liberale» Umsetzung

Die «Berner Zeitung» verweist auf weitere Gemeinden, welche in den vergangenen Jahren ähnliche Verbote umsetzen wollten. In Kehrsatz und Wohlen kam es zu Protesten; in Aarberg musste das Statthalteramt nach einer Einsprache einschreiten.

In Kehrsatz würden nun bestimmte Orte in der Gemeinde von einer Sicherheitsfirma kontrolliert. Dazu soll es in Studen nicht kommen, wie Gemeindepräsident Lanz gegenüber den Tamedia-Zeitungen sagt. Die Umsetzung solle möglichst liberal sein – Kontrollen durch einen Sicherheitsdienst soll es nicht geben.

(dak)

    #Jugendliche#Studen#Vandalismus#Littering
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Studen nimmt Ausgangssperre für unter 14-Jährige an